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Pflanzenschnitte

  • Daniel Scheibenstock
  • vor 3 Tagen
  • 1 Min. Lesezeit

Pflanzenquerschnitt (30 µm) – Etzold FCA, Euparal, Fluotar-Optik



Für diese Aufnahme wurde ein pflanzlicher Schnitt mit einer Dicke von 30 µm angefertigt. Die Schnittstärke erlaubt eine saubere Differenzierung der Gewebestrukturen bei gleichzeitig ausreichender mechanischer Stabilität – ein guter Kompromiss zwischen Transparenz und struktureller Integrität.



Färbung: Etzold FCA


Gefärbt wurde mit Etzold FCA, einer klassischen Dreifachfärbung für botanische Präparate.

Die Kombination ermöglicht eine klare histologische Differenzierung:


  • Cellulosehaltige Zellwände erscheinen je nach Zusammensetzung rötlich bis rosafarben.

  • Verholzte (lignifizierte) Strukturen wie Xylem-Elemente differenzieren sich deutlich kontrastierend.

  • Parenchymatische Gewebe zeigen eine differenzierte, gut strukturierte Anfärbung.



Gerade bei 30 µm Schnittdicke kommt die Tiefenwirkung der Färbung gut zur Geltung, ohne dass es zu übermäßiger Überlagerung kommt.



Eindeckung: Euparal


Eingedeckt wurde mit Euparal. Dieses Medium bietet mehrere Vorteile für botanische Dauerpräparate:


  • relativ geringe Schrumpfungsartefakte

  • gute optische Klarheit

  • kompatibel mit leicht alkoholischen Restzuständen

  • langfristige Farbstabilität



Für FCA-gefärbte Schnitte ist Euparal eine sehr praktikable Lösung, insbesondere wenn auf Xylol verzichtet werden soll.



Mikroskopie: Leica DMRB mit 10× Fluotar


Die Mikroskopie erfolgte mit einem Leica DMRB in Kombination mit einem Leica 10x Fluotar.


Das 10× Fluotar-Objektiv zeichnet sich durch:


  • hohe Feldplanität

  • ausgezeichnete Kontrastleistung

  • saubere Farbwiedergabe



aus. Gerade bei Übersichtsdarstellungen pflanzlicher Querschnitte liefert diese Optik ein sehr homogenes Bildfeld mit klarer Darstellung von Leitbündeln, Epidermis und Grundgewebe.



Panorama aus mehreren Einzelaufnahmen


Das finale Bild ist ein Panorama, zusammengesetzt aus mehreren Einzelaufnahmen.

Diese Technik ermöglicht:


  • Darstellung größerer Gewebebereiche bei gleichbleibend hoher Detailauflösung

  • Minimierung von Randunschärfen

  • gleichmäßige Ausleuchtung über ein erweitertes Sichtfeld



Besonders bei strukturell komplexen Pflanzenorganen entsteht so ein Gesamtbild, das sowohl ästhetisch als auch wissenschaftlich überzeugend ist.


 
 
 

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